Wann muss kein Energieausweis vorgelegt werden in Niederösterreich


Energieausweis im baurechtlichen Verfahren


Am 12.02.2009 wurde die Niederösterreichische Gebäudeenergieeffizienzverordnung (NÖ GEEV 2008) kundgemacht.

(1) Die Anforderungen an die Energieeinsparung und den Wärmeschutz (§ 43 Abs. 1 Z. 6 der NÖ Bauordnung 1996, LGBl. 8200) sind einzuhalten und die Erstellung eines Energieausweises ist erforderlich bei

1. Neubauten von konditionierten Gebäuden, wobei folgende Gebäude ausgenommen sind:
a) Gebäude, die für Gottesdienst und religiöse Zwecke bestimmt sind;
b) Gebäude vorübergehenden Bestandes, die auf längstens zwei Jahre bewilligt werden, für die unter Berücksichtigung des Verwendungszweckes jeweils die Summe der Heizgradtage HGT12/20 nicht mehr als 680 Kd beträgt;
c) Betriebsgebäude und land- und forstwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude, für die unter Berücksichtigung des Verwendungszweckes jeweils die Summe der Heizgradtage HGT12/20 nicht mehr als 680 Kd beträgt;
d) frei stehende, an mindestens zwei Seiten auf eigenem Grund zugängliche Gebäude mit einer konditionierten Netto-Grundfläche von weniger als 50 m²;

2. der Herstellung konditionierter Netto-Grundflächen ab 50 m² von Gebäuden, wenn diese eigene Nutzungseinheiten bilden;

3. bestehenden Gebäuden mit einer konditionierten Netto-Grundfläche von mehr als 1000 m², die einer umfassenden Sanierung unterzogen werden, sofern diese technisch, funktionell und wirtschaftlich realisierbar ist.

(2) Die Anforderungen an wärmeübertragende Bauteile sind jedenfalls einzuhalten bei
1. Gebäuden gemäß Abs. 1 Z. 1; für Gebäude gemäß Abs. 1 Z. 1 lit.b und c jedoch nur dann, wenn es dem Verwendungszweck nicht widerspricht,
2. der Herstellung von weniger als 50 m² konditionierter Netto-Grundfläche von Gebäuden,
3. der Herstellung ab 50 m² konditionierter Netto-Grundfläche von Gebäuden, wenn diese keine eigenen Nutzungseinheiten bilden, sowie
4. bestehenden Gebäuden mit einer konditionierten Netto-Grundfläche bis 1000 m², die einer umfassenden Sanierung unterzogen werden, sofern diese technisch, funktionell und wirtschaftlich realisierbar ist.

Dies gilt sinngemäß auch für Abänderungen von Gebäuden, die wärmeübertragende Bauteile betreffen.

(3) Für Gebäude, die als Teil eines ausgewiesenen Umfelds (z.B. Schutzzone) oder aufgrund ihres besonderen architektonischen oder historischen Wertes geschützt sind, gelten die Abs. 1 Z. 2 und 3 und Abs. 2 nur, wenn die Einhaltung der Anforderungen keine unannehmbare Veränderung ihrer Eigenart oder ihrer äußeren Erscheinung bedeuten würde.

(4) Kleinbauwerke (z.B. Telefonzellen, Wartehäuschen, Verkaufshütten) sind vom Geltungsbereich dieser Verordnung ausgenommen.

Gesetzliche Grundlagen:
NÖ Gebäudeenergieeffizienzverordnung 2008

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