EU-Gebäuderichtlinie NEU

14.01.2010 - 12:33 Uhr
Kommission, Rat und Parlament der EU haben sich vor kurzem auf eine neue EU-Gebäuderichtlinie geeinigt, die (nach der formellen Verabschiedung Anfang 2010 im EU-Parlament) 2012 in Kraft treten soll. Die Richtlinie sieht unter anderem vor, dass  Neubauten ab 2020 nahezu energieautark sein sollen, wobei ein wesentlicher Anteil der Energie aus erneuerbaren Energieträgern kommen soll. Weiterhin soll die energietechnische Optimierung von Gebäuden in Zukunft schon bei einer Bruttogeschoßfläche von mehr als 500 m², in weiteren 5 Jahren dann 250 m², verpflichtend sein, falls der Eigentümer die Absicht hat, das Gebäude zu sanieren. Außerdem soll der zentrale Kennwert des Energieausweises, der Heizwärmebedarf pro Quadratmeter und Jahr, soll in Inseraten verpflichtend anzugeben sein.
Diese Neuerungen sind nicht unproblematisch. So erscheint es als mehr als ehrgeizig, ab 2020 nur noch Passivhausstandard im Neubau durchgehend erreichen zu wollen. Darüber hinaus werden aber beispielsweise bei der umfassenden Sanierung große Teile der bestehenden Gebäude nicht erfasst. Dass man letztendlich den Immobilienmakler zur Veröffentlichung der Kennwerte des Hauses im Inserat verpflichten will, zäumt das Problem von der falschen Seite auf: Der Makler kann nur Informationen weitergeben, die er vom Eigentümer erhalten hat. Derzeit verzichten noch viele Verkäufer darauf, einen Energieausweis erstellen zu lassen.



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