"Haus der Zukunft"-Förderungsschiene BauModern

22.10-2010

Das Projekt BauModern wendet sich an gemeinnützige und gewerbliche Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen. In enger Kooperation mit den Verbänden der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft soll erreicht werden, dass Bauträger über markttaugliche, innovative Technologien und Konzepte informiert sind und diese bei ihren Projekten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung verstärkt anwenden. Ziel dieses Projekts ist die praxisorientierte Vermittlung von „Haus der Zukunft“-Ergebnissen und -Innovationen an Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen über bestehende Kommunikations- und Weiterbildungsformate der Verbände.

Als Projektpartner der Initiative „Haus der Zukunft“ freuen wir uns, Ihnen aus dem Bereich „Sanierung – Gebäude und Konzepte“ nunmehr erste Studien vorstellen zu können:
In den BauModern Studienzusammenfassungen werden die Ergebnisse der ausgewählten Studien jeweils in übersichtlicher und kompakter Form bezüglich folgender – von den Projektpartnern gewählten – inhaltlicher Schwerpunkte zusammengefasst:
  • Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen
  • Störanfälligkeit/ Betriebssicherheit
  • Wartungs- und Instandhaltungsaufwand
  • Lebensdauer
  • Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten
  • Praxistauglichkeit
  • Anwendung (sind zur Durchführung Eingriffe ins Wohnungsinnere notwendig – Mietrecht)
  • Erhaltungs- und Wartungspflichten von Vermietern und Mietern
  • Marktfähigkeit
  • Was wird im Rahmen von Wohnbauförderungen als förderwürdig eingestuft?
Ein Ergebnis der beschriebenen „Haus der Zukunft“-Studien ist, dass der Heizwärmebedarf gerade für Gebäudetypen im Wohnungsbestand der gemeinnützigen Wohnbauträger auf Werte zwischen 13 und 30 kWh/m²WNF reduziert werden kann. Bei den in den Jahren 2004 bis 2008 realisierten Sanierungsprojekten wurde mittels Passivhauskomponenten zum Großteil Niedrigenergiehausstandard erreicht. Die in der Praxis gemessenen Energieverbräuche entsprechen Einsparungen von etwa 60–75 % im Vergleich zum derzeitigen Sanierungsstandard nach OIB und verdeutlichen das hohe Potenzial thermisch-energetischer Sanierung zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen in Österreich. Primäres Ziel ist nicht, jedes Althaus vollständig in Passivhausqualität auszuführen, vielmehr ist es zweckmäßig, hohe Qualität, die uns aus der Passivhauspraxis bekannt ist, in der Sanierung einzusetzen. Nicht alle Komponenten sind auf jeden Altbestand anwendbar. Die konsequente Erreichung des Passivhausstandards ist also zweitrangig. Komfort und Wirtschaftlichkeit dienen als Kriterien für das Qualitätsniveau, das erreicht werden kann.

Zusammenfassung ausgewählter Studien

Kontaktmöglichkeit für Fragen zu den HdZ-Studien:
DI Maria Amtmann, Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Kontakt: Maria.AmtmannATenergyagency.at