Hausverlosungen – die Katze im Sack
19.01.2009 - 08:29 UhrImmobilienexperten warnen vor einer möglichen Kostenfalle für Käufer und Verkäufer.
Die in jüngster Zeit sehr beliebten Hausverlosungen können sich aus steuerlicher Sicht schnell als Kostenfalle entpuppen. Auch wenn die Idee für Verkäufer und Käufer verlockend klingt, bleiben die damit verbundenen hohen Kosten häufig unberücksichtigt. „Ich stehe dieser Art von Geschäften kritisch gegenüber, da noch viele rechtliche Fragen offen sind und es für beide Seiten brenzlig werden kann. So wird von den Verkäufern oft unterschätzt, dass sie auf jeden Lospreis sehr hohe Gebühren zahlen müssen“ warnt Andreas Wollein, Maklersprecher des Österreichischen Verbands der Immobilientreuhänder.
„Die Versuchung ist natürlich groß, mit ein wenig Glück zum Spottpreis ein komplettes Haus zu bekommen. Bei den potentiellen Kaufanwärtern sollten aber die Alarmglocken läuten. Schließlich muss man sich fragen, warum der Besitzer die zur Disposition stehende Immobilie nicht auf herkömmlichen Weg losgeworden ist“ gibt Andreas Wollein zu bedenken.
Nicht unterschätzt werden sollten auch die laufenden Kosten einer Immobilie – vor allem dann, wenn man selbst gar nicht beabsichtigt, die Immobilie zu nutzen. Neben der zu entrichtenden Grunderwerbsteuer, fallen auch bei einer Leerstehung laufende Instandhaltungs- und Betriebskosten an. Weiters bedacht werden muss, dass ein nachträglicher Verkauf der Spekulationssteuer unterliegt.
Nach der ersten Euphorie, die von der Medienberichterstattung unterstützt wird, wird dieses Verkaufsmodell bald zum Ladenhüter degradieren. Verkäufer laufen dann Gefahr, auf den Vermarktungskosten sitzen zu bleiben.
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Möglichkeit zur Zertifizierung "Maklerassistent" nach ON-Regel 43001-1
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