Clearingverfahren

Das Clearingverfahren zwischen Mitgliedern und Kunden

Für Beschwerden von Kunden über ein Mitglied des ÖVI ist in der Geschäftsstelle des ÖVI eine Clearingstelle eingerichtet. Die Aufgaben dieser Clearingstelle sind die aktive Förderung der außergerichtlichen Konfliktlösung sowie die Durchführung eines Schlichtungsversuches.

Geht beim ÖVI eine schriftliche Beschwerde eines Kunden über ein Mitglied ein, ist das Mitglied verpflichtet, binnen vier Wochen eine qualifizierte schriftliche Stellungnahme abzugeben, welche umgehend an den Beschwerdeführer weitergeleitet wird. Sodann wird unter Beiziehung eines Mediators ein Schlichtungsgespräch geführt, in dem alle Beteiligten aktiv an einer Einigung der Parteien mitwirken.

Die Clearingstelle kann jedoch die Behandlung von Streitigkeiten ablehnen oder ein Clearingverfahren abbrechen, wenn eine Streitigkeit bereits Gegenstand eines (schieds-)gerichtlichen Verfahrens bzw. eines Schlichtungsverfahrens ist oder wenn nach Ansicht der Clearingstelle eine Streitigkeit wegen des Inhalts oder der Komplexität des Sachverhalts für ein Clearingverfahren nicht geeignet erscheint.






  • aktive Förderung außergerichtlicher Konfliktlösungen


  • Durchführung eines Schlichtungsversuches









Das Clearingverfahren zwischen Mitgliedern

Möchte ein ÖVI-Mitglied ein Schlichtungsverfahren gegen ein anderes Mitglied einleiten, muss ein entsprechender Schlichtungsantrag bei der Clearingstelle eingebracht werden, in welchem der Zweck der Schlichtung darzulegen ist. Der Antrag wird an die andere Partei übermittelt und diese zur Gegendarstellung aufgefordert. Sodann vereinbart die Schlichtungsstelle einen Termin für ein Schlichtungsgespräch zwischen den beiden Parteien unter Beiziehung eines Mediators.


Verfahrensgrundsätze

Die Mitglieder und alle involvierten Parteien haben über die Schlichtungsangelegenheit selbstverständlich Stillschweigen zu bewahren, sofern die Offenlegung nicht durch wichtige Gründe gerechtfertigt ist.

Die Mitglieder sind zur Unterstützung der Tätigkeit der Clearingstelle sowie zur Einhaltung der Standesregeln verpflichtet. Schwerwiegende oder fortgesetzte Verstöße gegen diese Verpflichtungen können nach § 7a der Statuten sanktioniert werden.

Für die Auswahl des Mediators sowie für die Durchführung des Verfahrens gelten folgende Grundsätze:

  • Bei der Auswahl ist besonderes Augenmerk auf immobilienspezifische Ausbildung und Erfahrung des Mediators zu richten. Es sind nur eingetragene Mediatoren zu benennen.

  • Die Auswahl eines Mediators obliegt der Clearingstelle. Gemeinsame Wünsche der Parteien hinsichtlich der Bestellung eines bestimmten Mediators sind für die Clearingstelle verbindlich.

  • Die Kosten für die Beiziehung eines Mediators zum ersten Schlichtungsgespräch trägt der ÖVI. Soll das Schlichtungsverfahren von den Parteien unter Beiziehung des Mediators fortgesetzt werden, haben die Parteien die Kosten je zur Hälfte tragen.

  • Die Schlichtungsgespräche werden nach freiem Ermessen, aber unter Beachtung der Grundsätze der Unparteilichkeit, Unbefangenheit und Billigkeit durchgeführt, wobei der Mediator die Parteien in ihrem Bemühen unterstützt, die Streitigkeiten einvernehmlich und gütlich beizulegen. Mit Zustimmung aller Parteien kann der Mediator jederzeit Vorschläge für die Streitbeilegung unterbreiten.